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Sternotherus minor

Die Kleine Moschusschildkröte (Sternotherus minor minor)

S. minor minor - Weibchen Januar 2007

Die Gattung Sternotherus ist untergliedert in folgende Arten: Sternotherus carinatus, S. depressus, S. minor und S. odoratus. Die Art Sternotherus minor umfasst wiederum die beiden Unterarten S. m. minor und S. m. peltifer.
Ich Halte seit dem Jahr 2000 Sternotherus minor minor. Diese Art stammt aus Nordamerika - Verbreitungskarte aus www.sternotherus.de :
  
 
Von Sternotherus minor minor gibt es 2 verschiedene Typen. während Exemplare des einen Typs bis 14,5 cm Carapax- (Rückenpanzer) Länge erreichen, werden die des anderen nur in Ausnahmefällen 11 cm lang. Die Art besiedelt langsam fliessende und stehende Gewässer mit schlammigem Untergrund.
  
Haltungsbedingungen bei uns
  
 
Wir halten die Tiere in einem 100 x 50 x 50cm Aquarium, das über einen Vivariumaufsatz verfügt. Dieses Paludarium  erlaubt es, das Becken vollständig mit Wasser zu füllen. Entgegen anders lautender Angaben erweisen sich die Tiere trotz ihres hohen Carapax als recht gute Schwimmer. Besonders das Weibchen ist überraschend häufig im Freiwasserbereich anzutreffen. In einer Ecke des Beckens ist mittels eines Balkonblumenkastens, den ich mit Kork verkleitet habe, ein sandgefüllter Landteil eingebracht. Der Sand wird ständig feucht gehalten.
Da die Schildkröten recht unsauber fressen, teilen sie ihre Becken mit einer Putzkollonne aus Wildguppys (Poecilia reticulata) und Blauen Antennenwelsen (Ancistrus dolichopterus), was recht gut funktioniert. Allerdings verschwinden von den Fischen gelegentlich welche, was allerdings eher selten ist. Diese Vorgehensweise hat sich bewährt und die Wasserqualität ist wirklich akzeptabel. Auch von Geruchsbelästigung keine Spur.
Gefiltert wird über einfache, handelsübliche Innenfilter, die leicht zu reinigen sind. Normal werden die Aquarien über handelsübliche Regelheizer auf ca. 26°C erwärmt und mit 2 Stück 30-Watt Leuchtstoffröhren belichtet.
Da die Schildkröten in freier Wildbahn ihre Nahrung maßgeblich aus den schlammigen Sedimenten ihrer Wohngewässer beziehen, ist ein feinkörniger Untergrund zwingend notwendig. Die Tiere stochern z. T. mit ihren Nasen darin und würden sich in grobkörnigen Sedimenten zweifelsfrei selbige verletzen. Wir nutzen feinen Aquariensand mit einer Körnung von < 1mm.
                                      Das Aquaterrarium der Sternotherus im Dezember 2006
Ich simuliere in der Wohnung einen halbwegs natürlichen Jahresgang. Im Dezember werden, nachdem die Belichtung schrittweise von 14 Stunden im Sommer auf 7 Stunden redurziert wurde, die Heizstäbe ausgeschaltet. Bei den dann üblichen Wassertemperaturen von 16 -20°C fressen die Schildkröten wenig. Ab Ende Januar beginne ich die Belichtungszeiten zu erhöhen und im Februar schalte ich die Heizung wieder ein.